Neues von Herwig Wöbse

Die Kreiszeitung fragte, Herwig Wöbse antwortete

Im Vorfeld der Samtgemeindebürgermeisterwahl stellte Jürgen Bohlken, Redakteur der Kreiszeitung, den Kandidaten Fragen aus verschiedenen Bereichen, die die Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde beschäftigen.

Die Antworten von ihrem Samtgemeindebürgermeisterkandidaten Herwig Wöbse lesen Sie hier.

Wäre eine Einheitsgemeinde nicht bürgerfreundlicher?

"Ich bin für die Samtgemeinde Harpstedt und die Eigenständigkeit des Fleckens und der Mitgliedsgemeinden. Denn ich bin der festen Überzeugung, das diese Form ein Erfolgsmodell ist. Was ist hier besser als in vielen Einheits-Kommunen im Umfeld?

Es gibt hier flächendeckend neun Kindergärten und -krippen und die drei Schulen sind bestens ausgestattet. Mit dem Rosenfreibad, dem Delmebad und vielen Sportanlagen liegen wir weit vorne. Es gibt sieben Feuerwehren und eine breite Vielfalt von Vereinen in den einzelnen Gemeinden.

Die Samtgemeinde Harpstedt und besonders die Mitgliedsgemeinden arbeiten bürgernah und kosteneffizient. Trotz der vielen Angebote für die Bürger gibt es zusammen (nur) 3 Mio. Euro Schulden bei 7 Mio. Euro „Guthaben“. Ich glaube, darauf können wir stolz sein!

Die vorhandenen Probleme durch die Form der Samtgemeinde können durch eine bessere Kommunikation miteinander abgebaut werden. Als neuer Samtgemeindebürgermeister will ich dazu beitragen."

Was kann die Samtgemeinde Harpstedt tun, um den Mobilitäts- und anderen Bedürfnissen von Senioren gerecht zu werden?

Frage: „Der demografische Wandel stellt die Kommunen vor neue Herausforderungen, auch mit Blick auf das Leben im Alter. Was kann die Samtgemeinde Harpstedt tun, um den Mobilitäts- und anderen Bedürfnissen von Senioren gerecht zu werden und um den älteren Menschen so viel Teilhabe wie möglich am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen?“

 

Antwort:

Das „Leben im Alter“ ist für mich eine Herzensangelegenheit, die in der Samtgemeinde Harpstedt mehr Aufmerksamkeit verdient. Bereits im April hatte ich dazu zu einem öffentlichen Themenabend eingeladen.

Wichtig ist mir, mit den älteren Menschen selbst ins Gespräch zu kommen und mit allen, die mit Senioren Kontakt haben. Aus erster Hand lassen sich die Bedürfnisse am besten erfahren.

Damit Senioren möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können, braucht es mehr altengerechte Wohnungen. Die vorhandenen Betreuungsangebote wie Sozialstation, Tagespflege und Seniorenheime müssen dem steigenden Bedarf angepaßt werden.

Die Organisation von Mitfahrgelegenheiten, Besuchsdiensten oder Hilfen beim Einkauf können von der Samtgemeinde aktiv unterstützen werden. Die Seniorenarbeit in den Vereinen und im DRK gilt es zu sichern und weiter zu entwickeln. Eine besondere Rolle kommt dabei auch der Aktivierung von ehrenamtlich Tätigen zu.

Hat der Haupt- und Realschulstandort in Harpstedt nur eine Chance, wenn die IGS kommt?

Frage:

Der ehemalige Rektor Wilfried Winkelmann fragt sich, was angesichts des demografischen Wandels und rückläufiger Kinderzahlen aus „seiner“ Grundschule Dünsen wird. Wie lange kann deren Existenz noch gesichert werden?

Die Kreiszeitung gibt die Frage an die fünf Samtgemeindebürgermeisterkandidaten weiter und ergänzt sie noch: Hat der Haupt- und Realschulstandort in Harpstedt nur eine Chance, wenn die IGS kommt? Und würde die Wahrung der Grundschule Dünsen nicht langfristig eine Schwächung der Grundschule Harpstedt mit sich bringen?

Antwort:

Ich trete dafür ein, alle drei Schulen zu erhalten und zukunftsfähig auszustatten. Für eine lebenswerte Samtgemeinde Harpstedt sind gute Schulen unverzichtbar.

Der Rückgang der Schülerzahlen findet sich in der entscheidenden Zahl der Klassen nur begrenzt wieder. Die Schülerobergrenzen je Klasse wurden schon abgesenkt und auch durch die Einführung der Inclusion wird es zukünftig kleinere Klassen geben.

Gerade die Grundschule Dünsen ist im Zuge der Inclusion durch die komplette Barrierefreiheit und ihre überschaubare Größe gut aufgestellt. Die große Harpstedter Grundschule wird auch mit 3 Klassen je Jahrgang langfristig und erfolgreich weiterarbeiten können.

An der angestrebten Einrichtung einer IGS in Harpstedt halte ich weiterhin fest, sie bietet Chancen für das Schulzentrum in Harpstedt. Falls die IGS nicht genehmigt werden sollte, trete ich für eine schnelle und aktive Weiterentwicklung der vorhandenen Haupt- und Realschule ein. Sie ist nicht chancenlos!

Kann die Samtgemeinde bei der Wirtschaftsförderung unterstützend in diesem Bereich tätig werden?

Frage:

Die Wirtschaftsförderung ist eine Aufgabe der Mitgliedsgemeinden. Kann die Samtgemeinde unterstützend in diesem Bereich tätig werden, und – wenn ja – in welcher Form sollte das geschehen?

Antwort:

„Die Wirtschaftsförderung ist für mich Chefsache und eine meiner besonderen Stärken. Um unsere Samtgemeinde Harpstedt voran zu bringen, will ich mit den Mitgliedsgemeinden vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wenn wir unsere Potentiale nutzen, können wir gemeinsam erfolgreich sein!

Zu den Firmen in der Samtgemeinde halte ich Kontakt durch persönliche Besuche. Sie sollen besonders bei Betriebserweiterungen von mir aktive Unterstützung bekommen. Zum Landkreis, zu Banken und zu möglichen Fördermitteln kann ich als Samtgemeindebürgermeister Brücken für die Wirtschaft bauen.

Ich mache mich stark für die Ansiedlung neuer Firmen. Durch zusätzliche Ausbildungs- und Arbeitsplätze bleibt unsere Samtgemeinde attraktiv und lebenswert. Gute Schulen, Kindergärten, Sportanlagen und Straßen kosten viel Geld. Nur steigende Steuereinnahmen durch eine florierende Wirtschaft können das bezahlen und eine stärkere Verschuldung vermeiden. Das ist für mich aktive Zukunftssicherung.“

Wo steht die Samtgemeinde Harpstedt im Jahr 2021?

Frage

Wagen Sie eine Prognose! Wo steht die Samtgemeinde Harpstedt im Jahr 2021, also nach Ablauf der ersten Amtsperiode des neuen Samtgemeindebürgermeisters?

Antwort:

„Mit Prognosen in die Zukunft bin ich vorsichtig. Ich lasse lieber Taten als Worte sprechen und kümmere mich um die Gegenwart. Zusichern kann ich, das ich mich mit vollem Einsatz und nach bestem Wissen und Gewissen als Samtgemeinde-Bürgermeister für die Belange der Menschen einsetzen werde. Ich stehe für eine Kultur der gemeinsamen Verantwortung. Anstehende Themen und Probleme packe ich an. Gemeinsam mit Bürgern, Rat und Verwaltung will ich zu guten Lösungen kommen und die Samtgemeinde voran bringen. Mit aktiver Gestaltung und Einbindung aller Beteiligten läßt sich eine lebenswerte Zukunft sichern. Die stelle ich mir in 2021 so vor: Es gibt familienfreundliche Betreuungsangebote und die Schulen sind zukunftssicher aufgestellt. Für ein besseres Leben im Alter wurden Konzepte erarbeitet und umgesetzt. Eine flächendeckende Breitbandversorgung ist gesichert. Die Mitgliedsgemeinden wurden aktiv unterstützt und eine florierende Wirtschaft hat für solide Finanzen gesorgt.“

Der Delmenhorster Kurier fragte, Herwig Wöbse antwortete

Auch Ute Winsemann, Redakteurin beim Delmenhorster Kurier, der Lokalausgabe des Bremer Weser Kuriers, stellte Fragen an Herwig Wöbse.

 

Welche Erfahrungen haben Sie im Bereich Kommunalpolitik und/oder Verwaltung?

Für wichtig halte ich, das ein Samtgemeindebürgermeister Lebenserfahrung und einen gesunden Menschenverstand hat. Beides wird mir von vielen Bürgern wiederholt bestätigt.

Vor über 22 Jahren bin ich in den Gemeinderat von Prinzhöfte gewählt wurde. Dort bin ich seit 2001 auch als Bürgermeister aktiv und verantwortlich für die Verwaltung der Gemeinde, bin Ansprechpartner für die Bürger und bereite Ratsbeschlüsse vor und setze sie um.

In der Samtgemeinde Harpstedt konnte ich als Ratsmitglied ab 2001 Erfahrungen in allen örtlichen Themen sammeln. Seit über 7 Jahre bin ich auch stellvertretender Samtgemeinde-Bürgermeister.

Als Kreistagsabgeordneter im Landkreis Oldenburg habe ich seit 2006 wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Was sind Ihre Ziele?

Als Bürgermeister will ich die Samtgemeinde Harpstedt voran bringen und lebenswerter gestalten. Im Zusammenspiel mit Bürgern, Rat und Verwaltung kann ich das erreichen.

Dazu gehören bessere Angebote für Jung und Alt ebenso wie die Wirtschaftsförderung.

Die ehrenamtlich Aktiven in den Vereinen verdienen besondere Wertschätzung.

Die Feuerwehren, Sport- und Freizeitangebote gilt es ebenso wie die Ärzteversorgung zu sichern.

Was wird Ihr wichtigstes einzelnes Vorhaben?

Es gibt für mich kein einzelnes wichtiges Vorhaben. Allen kleinen und großen Herausforderungen in der Samtgemeinde Harpstedt will ich mich stellen. Ich sehe mich im Amt des Bürgermeisters als Dienstleister für die Bürger und will das gemeinsam mit den Mitarbeitern im Amtshof aktiv umsetzen.

Ich bin der Richtige für die Samtgemeinde Harpstedt, weil .....

... ich mit Kompetenz, Bürgernähe und Gestaltungswillen die Samtgemeinde Harpstedt voran bringen kann.